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Vipassana oder Die Kunst zu Leben

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Also was haben wir gemacht, in diesem Vipassana Kurs, was ist das überhaupt, und wozu das Ganze?

Unser Tagesablauf wird vom Gong bestimmt. Zum ersten Mal wird er um 4 Uhr morgens geschlagen. Dann müssen wir aufstehen und uns für die erste Meditation um 4:30 fertig machen. Natürlich mit einem Lächeln im Gesicht – schließlich lernen wir hier Equanimity, Gleichmut. Die 10 Stunden Meditation am Tag fließen langsam dahin und sind nur unterbrochen von einem Frühstück, Mittagessen, Teepause und Diskurs. Um 21:00 dürfen wir uns zum letzten Gongschlag zurückziehen.

In den ersten Tagen war es mit meinem Gleichmut noch nicht so weit her. Knieschmerzen, rülpsende Chinesen und Schlafattacken während der Meditation machten mir das Leben schwer. Aber der Reihe nach…

Am 14.4. reisten wir per Überlandbus von Kuala Lumpur nach Kuantan, nahe der Ostküste Malaysias, wo das Zentrum Dhamma Malaya ganz abgeschieden inmitten von Ölpalmenplantagen und tropischem Wald liegt.
Zusammen mit etwa 50 Chinesen, einigen Indern, Malaien und einer Handvoll Westler bezogen wir unsere hübschen kleinen Einzelzimmer, die wie Mini-Reihenhäuser über das Gelände verteilt waren. Männer und Frauen waren getrennt untergebracht, teilten sich aber Kantine und Meditationshalle, die deshalb auf der Mittellinie des Geländes standen.

Bei der Einführungsveranstaltung mit einem vegetarischen Abendessen freundeten wir uns mit unserer Tischnachbarin an und lernten, was Multikulti in Malaysia heißt. Janice sieht chinesisch aus, spricht aber kein Mandarin, sondern nur einen sonst in Malaysia unbekannten chinesischen Dialekt, war auf der englischen Schule, hat eine christliche Mutter und einen buddhistischen Vater.

Nach Einweisung in die zahlreichen Regeln unseres klostergleichen Lebens wurden wir in die Haupthalle geführt, wo der Marmorboden mit Sitzkissen ausgelegt war. Jeder hatte ein bestimmtes Kissen zu beziehen, meines war in Reihe E, Platz 1. Danach gab es die erste Meditationsstunde und dann wurde es ernst – ab jetzt und für die nächsten 10 Tage durfte nicht mehr gesprochen werden.

Wir begannen mit der Praxis von „Dhamma“. Dhamma heißt „Gesetz“ in der Pali-Sprache, die vor 2500 Jahren in Indien gesprochen wurde, als ein Mann namens Gotama die Grundgesetze des Lebens erforschte, sich so von allen Leiden befreite, und danach der „Buddha“ genannt wurde (der Befreite, der Erleuchtete). Nach seiner Erleuchtung mit 35 Jahren bis zu seinem Tod mit 80 Jahren verbrachte der Buddha jeden Moment damit, Dhamma zu lehren. Das Werkzeug dazu ist die Vipassana-Meditation. Vipassana heißt, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind (und nicht wie man sie haben möchte)

Zu Gotamas Lebzeit praktizierte fast ganz Nordindien Vipassana. So ging er als der Buddha in die Geschichte ein und Religionen wurden gegründet, die sich auf seinen Namen beziehen. Das heißt aber nicht, dass er einen Sonderstatus hatte, sozusagen das Monopol auf die Erleuchtung. Hingegen gab es vor, während und nach seiner Zeit zahlreiche Menschen, die die Befreiung erlangt haben, nur sind sie nicht so berühmt geworden. Der Buddha selbst hatte kein Interesse daran, eine Religion zu gründen. Seine ursprüngliche Lehre ist so universell wie unser Leben auf der Erde. Da wir diese Lehre in unserem Kurs lernen, führen auch wir keinerlei religiöse Rituale durch, es geht also nicht darum, zum Buddhismus zu konvertieren oder sich von der eigenen Religion abzukehren.

Diese reine Lehre des Buddha wurde über die Jahrhunderte in vielen Teilen der Welt vergessen, aber in Burma wurde sie noch von einigen Mönchen bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben. Hier kam unser Lehrer, S.N. Goenka, ein Inder, der in Burma aufgewachsen ist, in Kontakt mit der Meditationstechnik. Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und wollte durch die Meditation eine Migräne kurieren, die ihn jahrelang gequält hatte. Dann aber war er so überzeugt, dass er weiter praktizierte und lernte, bis er nach 14 Jahren selbst Lehrer war. Er zog nach Indien und begann, Vipassana-Kurse abzuhalten, die nach kurzer Zeit schon viele Menschen anzogen. Nach und nach baute er Meditationszentren in vielen Ländern der Welt auf (auch in Deutschland). Die Zentren sind durch Spenden finanziert, und Spenden werden nur angenommen von Leuten, die mindestens einen Kurs besucht und für nützlich befunden haben. Auch das anwesende Personal arbeitet ehrenamtlich.

S.N. Goenka war unser Lehrer während dieser 10 Tage, denn jeden Abend durften wir uns seinen Diskurs als Videoübertragung anschauen. Die anwesenden Lehrer waren nur Assistenten, die wir bei Fragen ansprechen konnten. So (vermute ich) soll die Lehre möglichst rein gehalten werden, ohne dass jeder Lehrer seinen eigenen Stil entwickelt und langfristig die Lehre verfälscht.
Woraus besteht nun Dhamma? Aus drei Bestandteilen:

Sila (Moral)

Der erste Stützpfeiler von Dhamma verlangt von uns, gute Menschen zu sein, also anderen Menschen bzw. Lebewesen nichts Schädliches anzutun. Hier ist für uns nichts zu tun, denn durch den vollgepackten Tagesablauf, das vegetarische Essen (nicht töten) und die Schweigepflicht (nicht lügen) haben wir gar keine Chance, andere Lebewesen zu schädigen (ich muss allerdings gestehen, dass ich mal einen Moskito erschlagen habe und ein paar Ameisen meine Kehraktionen möglicherweise nicht überlebt haben).

Samadhi (Beherrschung des Geistes)

Der Geist ist, wie schlaue Leute so schön beschrieben haben, wie ein Affe, der von Baum zu Baum hüpft. Ständig schwingen wir uns von einem Gedankengang zum Nächsten. Meist erleben wir dabei die Vergangenheit wieder oder stellen uns die Zukunft vor, selten befinden wir uns voll und ganz in der Gegenwart. Dabei – was ist schon die Vergangenheit? Eine leer gegessene Pralinenschachtel, die allenfalls noch gut riecht (oder schlecht). Und was ist schon die Zukunft? Ein Päckchen mit der Aufschrift unserer Illusionen, aber was letztendlich drin ist, wissen wir nicht. Im normalen Leben fällt uns das natürlich nicht auf. Aber jetzt werden wir gebeten, uns auf die Atmung zu konzentrieren. Beobachten. Ist der Atem tief oder flach? Geht er durch das linke oder rechte Nasenloch, oder beide? Schon bald schweifen die Gedanken ab. Dann muss man sie wieder einfangen. Manchmal merke ich erst nach Minuten, dass ich schon wieder ganz woanders bin. Dann darf ich mich nicht ärgern. Wie man einen Affen trainiert, mit viel Geduld und Konsequenz (bitte nicht mit Schlägen), so soll man auch den Geist trainieren.

Panna (Weisheit)

Nach 3,5 Tagen Beobachtung der Atmung und der Hautreaktionen um die Nase herum dürfen wir unseren Horizont erweitern. Am 4. Tag findet der Vipassana-Tag statt, und jetzt wird uns die eigentliche Technik erklärt. Meine Erwartung war, dass wir jetzt anfangen, uns mit den Problemen der Welt oder unseres Lebens zu beschäftigen. Aber nichts dergleichen. Nun müssen wir den ganzen Körper Stück für Stück durchgehen und die Hautreaktionen an der jeweiligen Körperstelle fühlen. Natürlich war beim ersten Versuch fast alles taub. Wenn man die Augen schließt und sich konzentriert, ist es leicht, ein Kribbeln oder Pulsieren an Fingerspitzen oder Schläfen zu fühlen. Aber viele andere Körperteile sind diese Aufmerksamkeit überhaupt nicht gewohnt. Dabei finden überall ständig irgendwelche Veränderungen und Reaktionen im Körper statt, die man fühlen kann, wenn man aufmerksam genug ist. Was hat das nun mit Weisheit zu tun?

Wir lernen hiermit das Gesetz der Impermanenz kennen. Alles ist im Fluss, alles ändert sich ständig, nichts kommt auf die Welt und bleibt unverändert für immer. Natürlich wussten wir das schon. Aber etwas auf intellektueller Ebene zu wissen, ist nicht dasselbe wie es aus eigener Erfahrung zu wissen. Deshalb schauen wir wie ein Naturforscher selbst nach – in unserem eigenen Körper, denn nur dort können wir es aus erster Hand erfahren. Nach etwas Übung fühlen wir schon eine ganze Menge. Hier ein Pulsieren, dort ein Prickeln, Kribbeln, Pieksen, Wärme, Druck, Zusammenziehen, Schmerzen, usw. Manche Gefühle sind angenehm, andere unangenehm. Bei jedem Gefühl erfahren wir, dass es auftritt und wieder vergeht. Auftritt und wieder vergeht. Nichts bleibt für die Ewigkeit. Währenddessen bewahren wir völligen Gleichmut, sowohl gegenüber angenehmen Gefühlen als auch gegenüber unangenehmen Gefühlen.

Der Sinn dieser Übung ist es, unser Verhaltensmuster zu ändern. Normalerweise reagieren wir bei unangenehmen Gefühlen mit Ablehnung (weg damit!), bei angenehmen mit Verlangen (mehr davon!). Beide Reaktionen machen uns unglücklich. Durch Vipassana lernen wir, einfach nicht zu reagieren und dabei glücklich zu sein. Zuerst reagieren wir nicht auf die körperlichen Gefühle, und wenn wir völlig ausgeglichen sind, dann können wir auch tiefere Ablehnungen und Verlangen aus unserem Leben ausradieren.

Nun bin ich noch lange kein Profi in der Meditation, und ich könnte nicht sagen, dass sich bereits viele Ablehnungen und Verlangen aus meinem Leben verabschiedet haben. Aber schon jetzt merke ich eine Verbesserung. Ich habe erfahren, dass Stimmungen und Körpergefühle zusammenhängen. Wenn ich z.B. ärgerlich bin oder mich auf etwas freue, kann ich spüren, wie mein Körper reagiert. Und dass davon meine aktuelle Stimmung kommt. Wenn man das begriffen hat, fühlt man sich weniger abhängig von Stimmungen und kann sagen: „mein Gesicht ist warm, mein Herz schlägt schneller – warum deshalb sich aufregen?“
Besonders gut ist die Beobachtung des Körpers, wenn man ein starkes Verlangen, bzw. Abhängigkeit hat. Man erkennt nämlich, dass man nicht nach einem bestimmten Objekt verlangt (Schokolade, Tabak, neue Handtasche etc.), sondern nach dem bestimmten Körpergefühl, das sich dabei einstellt. Wenn das Objekt erst mal erworben wurde, lässt dieses Gefühl nach, und ein neues Verlangen muss her. Allein durch das Beobachten dieser Verhältnisse macht man sich unabhängiger und kann die Abhängigkeit schließlich überwinden.

Mir haben diese 10 Tage sehr viel gebracht. Natürlich war ich immer wieder abgelenkt und habe an alles Mögliche gedacht. Aber auch das war nicht schlecht, weil ich durch die Ruhe und Inspiration einige interessante Ideen hatte. Und am 8. Und 9. Tag war ich stolz auf mich, weil ich sogar die nachmittägliche 4-Stunden-Session überstehen konnte, ohne leidvoll auf die Uhr zu schauen. Ich hatte es begriffen und war voll Gleichmut.
Es war, alles in allem, wie ein Trainingslager für eine neue Sportart. Nach 10 Stunden täglicher Meditation hatte man den reinsten Hirn-Muskelkater. Und wie jede Sportart, beherrscht man es nach 10 Tagen Trainingslager bei weitem nicht perfekt. Tägliche Übung ist nötig, damit sich positive Resultate im Leben einstellen, und ich bin motiviert es zu versuchen.

Ich würde den Kurs eigentlich jedem empfehlen, der Probleme hat oder die Welt so sehen möchte, wie sie wirklich ist oder sich dafür interessiert, wie es eigentlich in einem drinnen aussieht. Man sollte allerdings viel Disziplin mitbringen und den Willen hart zu arbeiten. Sonst verhält es sich so wie einmal ein Meditationslehrer gesagt hat: “Ich habe schon viele Hühner stundenlang auf ihren Eiern sitzen sehen, aber keines war danach erleuchtet”.

In diesem Sinne: May all beings be happy!

www.dhamma.org

Bye Bye Bkk

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Zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus Bangkok, wo ich leider die letzten 3 Tage nicht mehr wirklich aus meinem Ghetto raus kam. Einkaufszentren geschlossen, Straßen gesperrt, und der Beginn des Songkran-Festivals fiel auch ziemlich “ins Wasser”.

Nächster Plan: Vipassana-Retreat, offline für die nächsten 10 Tage!
www.malaya.dhamma.org

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Rothemden in Bangkok – die Regierung macht ernst

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Seit Wochen schon demonstrieren die Rothemden auf Bangkoks Straßen. Gleich um die Ecke in der Ratchadamnoen Straße, am Democracy Monument, konnten wir sie Tag und Nacht hören. Als ich zum ersten Mal hinging, kam mir die Protestbewegung wie ein Volksfest vor. Die Leute schlenderten an Infoständen entlang, kaufen sich rote T-Shirts, saßen auf Picknickdecken vor der Bühne und hörten sich die Reden an. Nachts schliefen sie auf Matten auf den Bürgersteigen, denn die meisten Demonstranten kommen nicht aus Bangkok, sondern aus dem ländlichen und armen Nordosten Thailands.

Die Proteste wurden initiiert von der Vereinigten Front für Demokratie gegen Diktatur (UDD) und dahinter steckt der ehemalige Präsident Thaksin. Der als korrupt geltende Thaksin wurde bei einem (allerdings vom König genehmigten) Putsch im Dezember 2008 abgesetzt und hält sich seitdem im Exil auf. Es weiß zwar niemand so genau, wo Thaksin sich aufhält (letztens war von Saudi-Arabien die Rede, er lebte sogar eine Zeitlang in Bonn), aber es gelang ihm, an die 100.000 Protestanten auf die Straße zu holen und bei Laune zu halten. Angeblich erhält jeder Demonstrant Geld für seinen Einsatz, außerdem gibt es kostenloses Essen – mancher munkelt, dass die meist in Armut lebenden Demonstranten nur deswegen hier sind. Auch ich war dieser Idee nicht abgeneigt.

Bis gestern.

Gestern war es anders. Als ich gegen 13:00 Uhr auf der Terrasse meines Hostels in einer Seitenstraße der Thanon Tanao saß, kam auf einmal Krach und Geschrei auf, und ein paar Leute rannten aufgeregt durch die Straße. Unsere Guesthouse-Chefin machte ein besorgtes Gesicht und ließ den Rolladen hinunter. Ich zog mich erstmal in mein Zimmer zurück, und dachte, nach zwei Stunden würde es vorbei sein.

Gegen 16:00 Uhr wagte ich mich wieder hervor und ging auf die Straße, in der Absicht, etwas zum essen zu finden. Die kleine Seitenstraße war direkt rechts von unserem Hostel mit Tischen, Bänken und Blumenkübeln provisorisch abgesperrt, also wendete ich mich nach links. Als ich auf die Tanao-Straße kam, fand ich alle Läden geschlossen vor, und jede Menge Leute auf der Straße, Rothemden, Zuschauer und Touristen, die alles knipsten (so auch ich). Ich ging bis zur großen Kreuzung zur Ratchadamnoen Straße und mischte mich unter die Leute. Einige Rothemden sprachen mich an, weil ich eine Kamera hatte und machten mir mit Handzeichen deutlich, dass ich alles dokumentieren sollte – vor allem die Militärhubschrauber, die immer tiefer über uns ihre Kreise zogen.

Ich fragte mich: Warum tun Regierungen eigentlich so etwas Dummes?

Ich bin bestimmt kein Kenner der Landespolitik, aber aus dem was verschiedene Leute mir erzählt haben, weiß ich, dass Thaksin kein Unschuldslamm ist. Die Aktionen zu seiner Rehabilitierung fand ich mehr als fragwürdig und die Protestanten hielt ich für leicht beeinflussbare Landeier, denen man mal eine Ladung Kunstdünger schickt und sich damit ihre lebenslange Unterstützung sichert.

Aber wie ich da mit den Leuten am Boden stand und der schwarze Militärhubschrauber über uns kreiste, musste ich mich einfach auf die Seite der Rothemden stellen. Diese Arroganz, dieses Zurschaustellen von Macht, diese Nicht-Kommunikation, stattdessen das wortlose Abwerfen von Tränengas, das hat auch mich sauer auf die Regierung gemacht. Solche Aktionen können doch nicht dazu beitragen, dass Leute wieder friedlich nach Hause gehen, es kann nur in noch mehr Hass, Gewaltbereitschaft und Motivation zum Kampf münden. Und so war es dann auch. Die Rothemden waren zwar nicht wirklich bewaffnet, aber sie gingen mit Stöcken und Metallschienen auf die Soldaten los, und dachten gar nicht daran, sich einfach vertreiben zu lassen.

Den Rest des Abends verbrachte ich hinter Gittern in meinem Guesthouse. Wir hörten die ganze Nacht Schüsse (angebl. Gummigeschosse) und ab und zu eine Granate. Manchmal stieg uns das Tränengas in die Nase. Manche Touristen liefen draußen auf der Straße rum und mischten sich unter die Pressefotografen, aber ich blieb drinnen. Ab und zu brandete das Geschrei auf und dann wurden die Leute in unseren kleinen Soi hineingespült wie eine Welle. Und wenn es ruhiger wurde, trieben sie wieder zurück an den Ort des Geschehens. Direkt neben unserer Straßensperre hatten sich die Militärs verschanzt. Einmal schleppten sie einen Verletzten vorbei.

Mit dem Geräusch der Schüsse ging ich ins Bett und stellte mir vor, wie es ist, wenn “richtiger” Bürgerkrieg ist.

Heute morgen wachte ich früh auf, und beschloss, mir das Ausmaß der Zerstörung anzusehen. Es war jetzt ruhig, die Soldaten waren weg, aber die Rothemden immer noch da, ihre Entschlossenheit nur noch größer. Sie fegten die Straßen und warteten ab, was geschehen würde. Sie erklärten mir, dass das Militär keineswegs nur mit Gummigeschossen bewaffnet war, sondern scharf geschossen hatte, und sie zeigten mir Einschusslöcher und Blutflecken auf der Straße. Eine Frau zeigte auf die Panzer, die das Militär gestern auf der Straße zurückgelassen hatte und bemerkte, dass auch sie mit ihren Steuern diese Panzer finanziert hatte und sagte “My tax kills me”. Was soll man dagegen sagen.

Laut Tagesschau starben elf Menschen, darunter ein ausländischer Journalist – gut dass ich drin geblieben bin!

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Alltag in Bangkok

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Da ich in den letzten Tagen eine Art regelmäßigen Tagesablauf hatte, habe ich mal eine kleine Fotostory von meinem täglichen Weg zum Massage-Kurs gemacht.

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